Berliner Boersenzeitung - Bundespräsident Steinmeier mit großer Mehrheit wiedergewählt

EUR -
AED 4.02547
AFN 78.958383
ALL 99.102869
AMD 431.181955
ANG 1.961978
AOA 1003.890567
ARS 1184.765046
AUD 1.813586
AWG 1.97271
AZN 1.867466
BAM 1.955265
BBD 2.22659
BDT 133.983319
BGN 1.957778
BHD 0.412787
BIF 3277.602688
BMD 1.09595
BND 1.474296
BOB 7.619914
BRL 6.405394
BSD 1.102698
BTN 94.079244
BWP 15.358795
BYN 3.608812
BYR 21480.619234
BZD 2.215094
CAD 1.559263
CDF 3148.664634
CHF 0.944431
CLF 0.02729
CLP 1047.223301
CNY 7.980215
CNH 7.994999
COP 4582.945323
CRC 557.847278
CUC 1.09595
CUP 29.042674
CVE 110.234821
CZK 25.256829
DJF 196.376238
DKK 7.461451
DOP 69.640934
DZD 146.03502
EGP 55.406831
ERN 16.439249
ETB 145.347308
FJD 2.537019
FKP 0.848847
GBP 0.850992
GEL 3.01429
GGP 0.848847
GHS 17.092321
GIP 0.848847
GMD 78.364643
GNF 9543.387299
GTQ 8.51067
GYD 230.706839
HKD 8.520518
HNL 28.214276
HRK 7.531044
HTG 144.290497
HUF 405.95125
IDR 18351.682095
ILS 4.102536
IMP 0.848847
INR 93.739724
IQD 1444.604509
IRR 46139.49374
ISK 144.852129
JEP 0.848847
JMD 173.912388
JOD 0.776923
JPY 161.033451
KES 142.530979
KGS 95.094267
KHR 4414.791359
KMF 493.729615
KPW 986.354973
KRW 1599.550347
KWD 0.337323
KYD 0.918948
KZT 559.11693
LAK 23885.460858
LBP 98806.249733
LKR 326.960488
LRD 220.54962
LSL 21.028443
LTL 3.236056
LVL 0.66293
LYD 5.33354
MAD 10.502325
MDL 19.485665
MGA 5113.600046
MKD 61.518158
MMK 2300.773509
MNT 3844.69323
MOP 8.828083
MRU 43.97796
MUR 48.956499
MVR 16.881727
MWK 1912.176502
MXN 22.397605
MYR 4.862772
MZN 70.042575
NAD 21.028443
NGN 1679.894432
NIO 40.578891
NOK 11.801632
NPR 150.52679
NZD 1.958628
OMR 0.421635
PAB 1.102798
PEN 4.052091
PGK 4.551754
PHP 62.891131
PKR 309.568949
PLN 4.273706
PYG 8840.579707
QAR 4.019799
RON 4.977847
RSD 117.117937
RUB 92.974546
RWF 1589.164933
SAR 4.112539
SBD 9.114284
SCR 15.716697
SDG 658.12198
SEK 10.951065
SGD 1.474715
SHP 0.861245
SLE 24.933268
SLL 22981.523891
SOS 630.227462
SRD 40.162734
STD 22683.951476
SVC 9.649358
SYP 14249.362274
SZL 21.036241
THB 37.713872
TJS 12.003414
TMT 3.835825
TND 3.376876
TOP 2.566829
TRY 41.607525
TTD 7.469955
TWD 36.360884
TZS 2949.992378
UAH 45.388374
UGX 4030.896458
USD 1.09595
UYU 46.647229
UZS 14248.099286
VES 76.89351
VND 28280.988741
VUV 133.834687
WST 3.068195
XAF 655.777467
XAG 0.037037
XAU 0.000361
XCD 2.96186
XDR 0.815577
XOF 655.777467
XPF 119.331742
YER 269.220506
ZAR 20.960317
ZMK 9864.868719
ZMW 30.57363
ZWL 352.89544
  • Goldpreis

    -61.4000

    3035.6

    -2.02%

  • Euro STOXX 50

    -234.9700

    4878.31

    -4.82%

  • DAX

    -1075.6700

    20641.72

    -5.21%

  • TecDAX

    -156.6600

    3318.31

    -4.72%

  • SDAX

    -721.8500

    14205.57

    -5.08%

  • MDAX

    -1466.0800

    25408.54

    -5.77%

  • EUR/USD

    -0.0089

    1.0963

    -0.81%

Bundespräsident Steinmeier mit großer Mehrheit wiedergewählt
Bundespräsident Steinmeier mit großer Mehrheit wiedergewählt

Bundespräsident Steinmeier mit großer Mehrheit wiedergewählt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kann für weitere fünf Jahre an der Spitze des Staates stehen. Die Bundesversammlung bestätigte den 66-Jährigen am Sonntag mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit. Steinmeier erhielt 1045 von 1425 gültigen Stimmen, dies entspricht 73,3 Prozent. In seiner Rede warnte Steinmeier eindringlich vor der Gefahr eines von Russland entfesselten Kriegs in Osteuropa.

Textgröße:

"Wir sind inmitten der Gefahr eines militärischen Konflikts, eines Krieges in Osteuropa", sagte Steinmeier - und stellte klar: "Dafür trägt Russland die Verantwortung." Der Bundespräsident wandte sich direkt an den russischen Staatschef: "Ich appelliere an Präsident Putin: Lösen Sie die Schlinge um den Hals der Ukraine! Und suchen Sie mit uns einen Weg, der Frieden in Europa bewahrt."

Steinmeier nutzte seine Rede für eine leidenschaftliche Verteidigung der Demokratie. "Ich weiß wohl: In den Augen von autoritären Herrschern gelten demokratische Institutionen als schwach", sagte der Bundespräsident. Die Demokratie aber sei "stark, weil sie ihre Kraft nicht mit Unterdrückung, nicht mit Drohungen nach außen und Angst im Inneren erkauft." In Richtung Kreml sagte er: "Ich kann Präsident Putin nur warnen: Unterschätzen Sie nicht die Stärke der Demokratie!"

In der Rede vor der Bundesversammlung sprach Steinmeier auch über sein Amtsverständnis als Bundespräsident. Er sei "überparteilich, ja - aber ich bin nicht neutral, wenn es um die Sache der Demokratie geht. Wer sie angreift, wird mich als Gegner haben!"

Auch im Inland werde er die Demokratie weiter gegen stärker werdende Anfechtungen verteidigen, sagte Steinmeier. In den zwei Jahren der Corona-Pandemie hätten sich "Frust, Enttäuschung, Gereiztheit" breit gemacht. Er stelle sich dabei gegen all jene, "die Wunden aufreißen, die in der Not der Pandemie Hass und Lügen verbreiten, die von 'Corona-Diktatur' fabulieren und sogar vor Bedrohung und Gewalt nicht zurückschrecken".

Steinmeier kündigte an, gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im März durch das Land zu reisen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. "Ich will Orte besuchen, an denen Menschen Verluste erleben", sagte er. Er wolle "in die Winkel unserer Gesellschaft, fernab vom Selbstgespräch der Hauptstadt" vorstoßen.

Steinmeiers drei Gegenkandidaten hatten in der Bundesversammlung von vornherein als chancenlos gegolten. Der von der Linken aufgestellte Sozialmediziner Gerhard Trabert bekam 96 Stimmen, die für die Freien Wähler kandidierende Atomphysikerin Stefanie Gebauer erhielt 58 Stimmen.

Für beide war es ein Achtungserfolg, sie erhielten mehr Stimmen, als ihre Parteien Wahlleute in der Bundesversammlung hatten. Der von der AfD nominierte Ökonom Max Otte bekam 140 Stimmen - damit lag er unter der Zahl der AfD-Wahlleute. Es gab 86 Enthaltungen.

Der Bundespräsident war mit ausdrücklicher Unterstützung von SPD, Unionsparteien, Grünen und FDP in die Bundesversammlung gegangen. Diese Parteien stellten mehr als 1220 der 1472 Mitlieder der Bundesversammlung. Steinmeier erhielt also nicht alle Stimmen aus diesen Fraktionen.

FDP-Chef Christian Lindner würdigte Steinmeier als "eine berechenbare Größe und eine Stimme für das Beste, was unsere Demokratie ausmacht". Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) lobte Steinmeier als "würdigen Bundespräsidenten" - äußerte zugleich aber die Hoffnung, dass in Zukunft erstmals eine Frau das höchste Staatsamt übernimmt.

Auch CSU-Chef Markus Söder lobte Steinmeier auf Welt TV als "guten Bundespräsidenten", der "Souveränität in diesen wirren Zeiten" ausstrahle. CDU-Chef Friedrich Merz würdigte Steinmeiers Bestätigung als "Zeichen der Kontinuität unserer Demokratie".

(K.Müller--BBZ)