Berliner Boersenzeitung - Studie: Haushalte mit mittlerem Einkommen am stärksten von Inflation betroffen

EUR -
AED 4.021916
AFN 77.715092
ALL 99.795871
AMD 424.413737
ANG 1.96025
AOA 1004.100762
ARS 1174.754031
AUD 1.740029
AWG 1.973709
AZN 1.855889
BAM 1.966539
BBD 2.191588
BDT 131.900273
BGN 1.962815
BHD 0.412715
BIF 3226.490479
BMD 1.094984
BND 1.458779
BOB 7.499818
BRL 6.20399
BSD 1.085437
BTN 92.775777
BWP 15.023175
BYN 3.552195
BYR 21461.694707
BZD 2.180286
CAD 1.556415
CDF 3143.700491
CHF 0.954739
CLF 0.027274
CLP 1046.629605
CNY 7.958458
CNH 8.001593
COP 4545.554089
CRC 545.297648
CUC 1.094984
CUP 29.017087
CVE 110.869416
CZK 24.960136
DJF 193.287256
DKK 7.460775
DOP 68.54682
DZD 146.744309
EGP 55.407523
ERN 16.424766
ETB 143.687552
FJD 2.548959
FKP 0.843924
GBP 0.836015
GEL 3.022407
GGP 0.843924
GHS 16.823562
GIP 0.843924
GMD 78.29093
GNF 9393.15138
GTQ 8.37365
GYD 227.759575
HKD 8.521098
HNL 27.770903
HRK 7.537767
HTG 142.266368
HUF 400.486718
IDR 18333.433707
ILS 4.074382
IMP 0.843924
INR 93.783556
IQD 1421.903601
IRR 46112.533719
ISK 143.925045
JEP 0.843924
JMD 171.40067
JOD 0.776236
JPY 161.125892
KES 141.526376
KGS 95.012341
KHR 4342.307049
KMF 496.558643
KPW 985.545154
KRW 1603.533524
KWD 0.337277
KYD 0.904548
KZT 546.257961
LAK 23512.610955
LBP 97254.747316
LKR 321.23592
LRD 217.083453
LSL 20.282212
LTL 3.233204
LVL 0.662345
LYD 5.24871
MAD 10.442533
MDL 19.466837
MGA 5074.758275
MKD 61.564204
MMK 2298.869381
MNT 3825.282419
MOP 8.701857
MRU 43.188234
MUR 49.679429
MVR 16.874043
MWK 1881.893716
MXN 22.091198
MYR 4.880893
MZN 69.973514
NAD 20.281839
NGN 1683.275408
NIO 39.94286
NOK 11.340584
NPR 148.443969
NZD 1.901621
OMR 0.421591
PAB 1.085427
PEN 3.98657
PGK 4.477491
PHP 62.496211
PKR 304.023972
PLN 4.174902
PYG 8689.530614
QAR 3.957173
RON 4.978566
RSD 117.197265
RUB 92.249967
RWF 1540.037873
SAR 4.107773
SBD 9.117677
SCR 15.716269
SDG 657.545259
SEK 10.723286
SGD 1.46994
SHP 0.860486
SLE 24.998537
SLL 22961.277061
SOS 620.304315
SRD 40.075886
STD 22663.966809
SVC 9.496947
SYP 14237.755608
SZL 20.27289
THB 37.531133
TJS 11.846985
TMT 3.843395
TND 3.364743
TOP 2.564563
TRY 41.526411
TTD 7.36462
TWD 36.341992
TZS 2890.712918
UAH 44.887227
UGX 3958.544273
USD 1.094984
UYU 45.738933
UZS 14028.477736
VES 76.568549
VND 28256.073057
VUV 135.306562
WST 3.101908
XAF 659.570791
XAG 0.032905
XAU 0.00035
XCD 2.95925
XDR 0.820287
XOF 659.564734
XPF 119.331742
YER 268.982618
ZAR 20.723182
ZMK 9856.17187
ZMW 30.255494
ZWL 352.584538
  • SDAX

    -108.1600

    15313.44

    -0.71%

  • DAX

    -149.1600

    22390.84

    -0.67%

  • TecDAX

    -22.7000

    3613.72

    -0.63%

  • Euro STOXX 50

    -16.3500

    5303.95

    -0.31%

  • MDAX

    -197.0000

    27494.4

    -0.72%

  • Goldpreis

    11.6000

    3151.5

    +0.37%

  • EUR/USD

    0.0155

    1.099

    +1.41%

Studie: Haushalte mit mittlerem Einkommen am stärksten von Inflation betroffen
Studie: Haushalte mit mittlerem Einkommen am stärksten von Inflation betroffen

Studie: Haushalte mit mittlerem Einkommen am stärksten von Inflation betroffen

Die derzeit hohe Inflation trifft Haushalte mit mittleren Einkommen besonders stark. Nach Berechnungen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) betrug die Teuerung für Familien mit Kindern und kinderlose Paare mit mittlerem Einkommen im Dezember 5,5 Prozent - bundesweit lag die Rate bei 5,3 Prozent. Einkommensschwache Haushalte sind demnach aber auch stark betroffen: Sie müssen einen großen Teil ihres Geldes für Energie und Lebensmittel ausgeben.

Textgröße:

Das IMK der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung maß für die am Freitag veröffentlichte Studie die spezifische Teuerungsrate der Haushalte an einem für sie repräsentativen Warenkorb. Dieser berücksichtigt die typischen Konsumgüter und gewichtet die Haushaltsausgaben entsprechend. Die Forscherinnen und Forscher kategorisierten die Haushalte für die Studie nach Nettoeinkommen und Anzahl der Kinder. Die Daten stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts.

Alleinstehende mit geringem Einkommen waren mit einer haushaltsspezifischen Teuerungsrate von 4,4 Prozent demnach vergleichsweise geringer betroffen. Auch Singles mit hohen oder mittleren Einkommen waren mit spezifischen Inflationsraten von 4,7 beziehungsweise fünf Prozent im Dezember weniger betroffen als der bundesweite Durchschnitt.

Auch bei Betrachtung des Gesamtjahres 2021 zeigt sich laut den IMK-Experten ein ähnliches Muster, jedoch auf niedrigerem Niveau. So schwankten die haushaltsspezifischen Inflationsraten zwischen 2,6 Prozent bei Singles mit einem niedrigen Einkommen und 3,3 Prozent bei Familien mit zwei Kindern und niedrigem beziehungsweise mittlerem Einkommen. Bundesweit lag die Inflation 2021 bei 3,1 Prozent.

"Grob zusammengefasst lässt sich schlussfolgern, dass die Inflation gegenwärtig nicht überproportional Haushalte mit geringem Einkommen trifft", erklärte die IMK-Expertin und Studienautorin Silke Tober. Jedoch: Einkommensschwächere Haushalte seien in anderer Hinsicht trotzdem besonders betroffen. So stiegen die Preise von Lebensmitteln und insbesondere Haushaltsenergie besonders stark an - diese machen einen größeren Anteil der Ausgaben einkommensschwacher Haushalte aus und sind darüber hinaus Güter des täglichen Bedarfs, deren Konsum sich nicht ohne weiteres reduzieren lässt.

Das einkommensschwache Haushalte statistisch weniger stark von der gestiegen Inflation betroffen sind, liegt laut IMK an ihren spezifischen Konsummustern. So stiegen auch die Preise für Sprit, Autos und Reisen stark an - Güter, die sich einkommensschwache Haushalte laut IMK "ohnehin nicht leisten können".

Ein weiterer deutlicher Anstieg der Energiepreise im neuen Jahr ist nach Einschätzung der IMK-Experten unwahrscheinlich. Tober forderte dennoch, dass die Politik die weitere Entwicklung im Blick behalten und über Entlastungsmaßnahmen für ärmere Haushalte nachdenken sollte. "Gerade für Menschen mit geringem Einkommen stellen die aktuell hohen Energiepreise eine große Belastung dar." Ein Zuschuss für Geringverdienende, insbesondere für Menschen mit Kindern, sei in der aktuellen Situation deshalb eine "sinnvolle verteilungspolitische Maßnahme".

Die Bundesregierung will vorraussichtlich kommende Woche einen Heizkostenzuschuss für Bezieherinnen und Bezieher von Wohngeld beschließen. Der Zuschuss soll einmalig 135 Euro betragen. Haushalte mit zwei Menschen sollen 175 Euro bekommen. 35 Euro zusätzlich soll es für jeden weiteren Mitbewohner geben.

(H.Schneide--BBZ)